Gott und Welt

Heute fragt man wohl nicht mehr wo Gott in der Welt vorkommt. Die Frage ist grundsätzlicher: Kommt Gott überhaupt in der Welt vor? Selbst gläubigen Menschen kommt ein klares Ja nicht leicht über die Lippen. Zuviel Elend und Leid ist in der Welt. Und nicht nur das. Es gibt viel Unheil, das von Menschen verursacht wird: Kriege und Gewalttaten. Terror und Ausbeutung beschäftigen uns die meiste Zeit. Die Medien sind voll davon. Kann man da noch von der Gegenwart Gottes in irgendeiner Weise sprechen?
Am Elia-Turm wird dieser Gegensatz zwischen Gott und der von Menschen gestalteten Welt thematisiert. Der Panzer mit seiner technischen Ausrüstung steht für alles, was zum Leid der Menschheit und der Erde beiträgt. Wie viel menschliche Kreativität wird dafür eingesetzt, um Leben zu zerstören und anderen Unheil zuzufügen. Wie oft wird technischer Fortschritt dafür verwendet, um Leben - und nicht nur menschliches - auszulöschen?
Über dieser weltlichen Dimension sehen wir das Dreieck mit dem göttlichen Auge. Es thront über dem, was die Menschen schaffen. Oder beschützt es gar die destruktive Schöpferkraft des Menschen? So könnte man es ja auch sehen, wäre da nicht - in die göttliche Dimension eingebettet - eine m
ahnende Hand mit dem erhobenen Finger, der zum Auge Gottes zeigt. Hier bringt sich Gott selbst ins Spiel und sorgt für den notwendigen Ausgleich. Kein Wort kehrt ohne Wirkung zurück. Und, was ich sehe, das bleibt nicht ohne Folgen. Wir sind bei allem, was wir tun, reden und denken, aufgefordert, es auch mit den Augen Gottes zu sehen. Hält es dem Urteil Gottes stand? Dient es dem Leben? So betrachtet ist Gott in allem präsent, was wir tun. Wie, das liegt dann wohl an uns.
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Schlangenzauber

Wie ringt man einem störrischen Pharao Zugeständnisse für das eigene unterdrückte Volk ab? Mose und Aaron versuchen es mit verschiedenen Mitteln und dringen mit Vernunft nicht zum verstockten Herz des Pharaos durch. Sie wenden also einen Zaubertrick an. Es ist lediglich ein kleines Vorspiel, für all das, was noch kommen soll. Und es macht Eindruck, besonders wenn sich Magier miteinander messen:
»8 Der HERR sagte zu Mose und Aaron: 9 »Wenn euch der Pharao auffordert, euch durch ein Wunder auszuweisen, dann sagst du, Mose, zu Aaron: ›Nimm deinen Stock und wirf ihn vor dem Pharao auf den Boden!‹ Dann wird er zu einer Schlange werden.« 10 Mose und Aaron gingen zum Pharao und taten, was ihnen der HERR aufgetragen hatte. Aaron warf seinen Stock vor dem Pharao und seinen Ministern auf den Boden und er wurde zur Schlange. 11 Aber der Pharao rief seine Magier und Beschwörer, und sie vollbrachten mit ihren Zauberkünsten dasselbe. 12 Jeder von ihnen warf seinen Stock auf den Boden und er wurde zu einer Schlange. Doch Aarons Stock verschlang die Stöcke der Ägypter. 13 Trotzdem blieb der Pharao starrsinnig und schlug ihre Forderung ab, genau wie der HERR es vorausgesagt hatte.« (Exodus 7,8-13, Übersetzung Gute Nachricht)
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