Stern von Betlehem

Über den Stern von Betlehem ist schon viel geschrieben worden, und es gibt mehr als eine Theorie, was dieses Naturwunder oder göttliche Zeichen gewesen ist. War es eine besondere Planetenkonstellation oder eine explodierende Supernova oder ein Komet, der die Erde heimgesucht hat? Es ist nicht eindeutig zu klären, ob der Stern von Betlehem eine natürliche Ursache hat. Und es bleibt ja noch die Vorstellung, dass Gott ein besonderes Zeichen gewirkt hat, um auf die Geburt von Jesus hinzuweisen. Wie auch immer, das Matthäusevangelium berichtet von einer Erscheinung eines Sterns, der die Sterndeuter aufhorchen ließ. Sie machten sich auf den Weg, um den neugeborenen König zu suchen. Und ihre Beobachtung schreckte die Machthaber in Jerusalem auf, die selbst nichts gesehen hatten.
Die Sterndeuter sind zu bewundern. Sie waren aufmerksam genug, um alles wahrzunehmen, was ist. Und sie haben nachgedacht. Das, was sie gesehen haben, muss einen besonderen Grund haben. Sie schließen auf die Geburt von Jesus, dem Sohn Gottes. Dann erst machen sie sich auf den Weg und überprüfen ihre Beobachtung und Schlussfolgerung. Sie kommen zum Ziel und sehen sich bestätigt.
Diese Sterndeuter haben das Vorgehen, das wir moderne Menschen auch kennen. Wir beobachten das, was in der Welt ist, im Großen und im Kleinen. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen daraus und suchen Erklärungen für das, was ist. Schließlich müssen auch wir unsere Vermutungen und Schlüsse überprüfen, ob sie auch mit der Wirklichkeit übereinstimmen. Dieses Vorgehen ist uns in Fleisch und Blut übergegangen, so erschließen wir wissenschaftlich unsere Welt.
Es geht hier aber nicht nur um die materielle Welt, es geht um mehr. Wie erkenne ich meinen Stern von Betlehem, der mich auf etwas Besonderes aufmerksam macht? Was schließe ich daraus und wie überprüfe ich das Ganze? Gut, wenn wir das tun können. Es fängt damit an, dass wir achtsam in die Welt schauen.
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Weltherrschaft

Macht zu haben gehört zu den größten Versuchungen, denen wir Menschen ausgesetzt sind. Auch Jesus war davor nicht gefeit. Die dritte Versuchung in der Zeit seines Wüstenaufenthalts zeugt davon: »8 Zuletzt führte der Teufel Jesus auf einen sehr hohen Berg, zeigte ihm alle Reiche der Welt in ihrer Größe und Pracht 9 und sagte: ›Dies alles will ich dir geben, wenn du dich vor mir niederwirfst und mich anbetest.‹ 10 Da sagte Jesus: ›Weg mit dir, Satan! In den Heiligen Schriften heißt es: 'Vor dem Herrn, deinem Gott, wirf dich nieder, ihn sollst du anbeten und niemand sonst.'‹« (Matthäus 4,8-10, Übersetzung Gute Nachricht) Jesus wehrt sich durch einen Rückgriff auf seine religiöse Tradition gegen das Ansinnen des Satans und widersteht dieser Versuchung. Er überlasst es Gott allein, allmächtig zu sein und wehrt sich gegen jeden eigenen Machtanspruch.
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