Müder Botschafter

Jeder darf mal müde sein und wir brauchen Zeit, in der wir ausruhen können und ausruhen müssen. Das ist keine Frage. Wir wissen, wie gut und wichtig erholsamer Schlaf ist. Ohne einen guten Schlaf können wir nicht leisten, was tagtäglich von uns gefordert wird. In der Krypta der Autobahnkirche sind auch Schläfer dargestellt. Es handelt sich um die Jünger, die im Garten Getsemane schlafen, während Jesus mit seinem Schicksal und dem bevorstehenden Tod hadert.
Die Jünger schlafen immer wieder ein. Verschließen sie die Augen vor dem, was Jesus und ihnen bevorsteht? Sind sie geschafft vom Trubel, den sie in den letzten Tagen durchlebt haben? Oder einfach nur müde? Vielleicht von allem etwas. Sie schlafen, weil sie schlafen müssen. Sie haben ja auch eine gute Grundlage, ein gutes Kopfkissen, auf dem es sich gut schlafen lässt. Hier schläft einer auf dem Neuen Testament. Das ist sein Kopfkissen, das ihm einen guten Schlaf beschert.
Ist das guter Schlaf? Es kann ja sein, dass er auf diese Weise von der Botschaft träumt. Man erhofft sich ja von dem, was man unter das Kopfkissen legt, dass es in Fleisch und Blut übergeht. Lernen beim Schlafen, beim Träumen Neues erfahren! Das wäre schön. Nur ist das Neue Testament keine Traumbotschaft, sondern eine Botschaft, die die Welt aufwecken soll. 
Schlafen lässt sich auf ihr nicht. Wir sind aufgefordert, uns nicht auf der Frohen Botschaft auszuruhen, sondern sie wach und aktiv in die Welt hinauszutragen. Für den Schlaf finden sich andere Kissen, aber nicht die Botschaft. Und wir haben den Auftrag, uns diese Botschaft auch selbst immer wieder zu eigen zu machen. Auf keinen Fall können wir uns darauf ausruhen.
Ansprechpartner
Kalender
Bilderwelt der Autobahnkirche
 
  

Treue in der Not

Wenn die Frage nach einem unschuldig Leidenden gestellt wird, wird immer Hiob genannt. Er ist aufgrund einer Wette zwischen Gott und dem Teufel zum Spielball der Intrigen des Höllenfürsten geworden. Und das nur, um die Unerschütterlichkeit seines Glaubens auf die Probe zu stellen. Vergessen wird dabei aber seine Frau, die in der Rahmenerzählung nur zweimal erwähnt wird. Sie wird Hiob nicht genommen, sie steht in aller Not treu zu ihm. Sie verliert wie er Hab und Gut, sie verliert ihre Kinder, ihr bleibt am Ende nur neben ihrem Mann in der Asche, in den Trümmern ihres bisherigen Lebens zu sitzen. Im Gegensatz zu Hiob lehnt sie sich aber auf: »9 Seine Frau sagte zu ihm: ›Willst du Gott jetzt immer noch die Treue halten? Verfluche ihn doch und stirb!‹ 10 Aber Ijob antwortete: ›Du redest ohne Verstand wie eine, die Gott nicht ernst nimmt! Wenn Gott uns Gutes schickt, nehmen wir es gerne an. Warum sollen wir dann nicht auch das Böse aus seiner Hand annehmen?‹« (Hiob 2,9-10, Übersetzung Gute Nachricht) Sie lässt sich überzeugen und bleibt treu an der Seite ihres Mannes.
Facebook Like-Box
 Social-Media-Inhalte aktivieren
Veranstaltungen
Di. 16.06.2026
Kontemplation
Di. 23.06.2026
Kontemplation
Di. 30.06.2026
Kontemplation
Di. 07.07.2026
Kontemplation

weitere Veranstaltungen ...
Schott Messbuch
Sonn- und Feiertagsgeläut
Meldungen der Erzdiözese
Aktuelles
Pfingstmontag, 25. Mai 2026
Hier können Sie sich den Meldebogen für das  "Buch der Verkehrstoten" herunterladen und uns zusenden.