Wertvolle Erinnerung

Die meisten Menschen im christlichen Kulturkreis verbinden mit Weihnachten schöne Erinnerungen. Das Kind in der Krippe lässt die eigene Kindheit aufleben, man denkt an Spannung und Feierlichkeit, Wärme und Geborgenheit, an eine ganz besondere Zeit, als man selbst noch Kind war. Manchmal ist es auch das Gegenteil davon, wenn diese Wünsche ins Gegenteil umgeschlagen sind und die Vorstellung von Weihnachten eher Angst und Fluchttendenzen auslöst. Wie auch immer, Weihnachten ist wie kein anderes Fest im Jahreskreis so sehr mit Erinnerungen verbunden, die wir immer wieder versuchen einzuholen. Es werden Traditionen gepflegt und beschworen, die gerne hinterfragt werden können, die aber eine wichtige Funktion in unserem Leben haben, weil sie durch die ständige Wiederholung Sicherheit und Geborgenheit bieten. 
Das Essen an Heiligabend, ein Besuch eines Gottesdienstes, die gemeinsame Zeit, der Besuch bei Verwandten, das Aufstellen eines Weihnachtsbaumes oder einer Krippe lassen eine Zeit, die scheinbar verschwunden ist, für kurze Zeit wieder aufleben. Wir können das nicht überbewerten. Wir brauchen diese Zeiten, in denen wir uns noch einmal unserer eigenen Geschichte, unserer Rituale und Beziehungen bewusst werden unbd vergewissern. Sie sind wichtig, dass wir wieder gut nach vorne schauen können und die Zukunft meistern können. Der Blick in die eigene Kindheit darf aber nicht dazu verführen, lediglich nostalgisch und verklärt zurück zu schauen, das würde diesem Fest eine große Kraft rauben. Das, was früher einmal gut und hilfreich war, muss es nicht mehr sein. Wenn wir spüren, dass eine bestimmte Tradition nur Druck erzeugt und alle froh sind, wenn diese Zeit wieder vorbei ist, haben wir nichts erreicht. 
Die wertvolle Erinnerung an eine Zeit, in der unser Leben scheinbar in Ordnung war, hilft uns nur dann, wenn wir daraus die Kraft schöpfen, unsere Zukunft zu gestalten. Welche Rituale können wir weiterführen? Welche neuen Traditionen können wir begründen? Welche Botschaft verbinde ich mit diesem Fest? Die wertvolle Erinnerung an ein Fest, das schon so oft gefeiert wurde, auch schon vor unserer Zeit, kann helfen ein Stück unserer eigenen Vergangenheit einzuholen, auf der Suche nach einer verlorenen und dann auch wiedergefundenen Zeit.
 
Ansprechpartner

Norbert Kasper

Pastoralreferent

Kalender
Bilderwelt der Autobahnkirche
 
  

Faszinierend

Die beiden Brüder Jakobus und Johannes stehen da, mit offenen Mündern und aufgerissenen Augen. Sie können ihren Sinnen gerade nicht trauen. Sie verstehen nicht, was sie soeben erleben. Sie sind zusammen mit Petrus und Jesus auf den Berg Tabor gestiegen, ein mühsamer und beschwerlicher Weg. Jesus wird vor ihren Augen in eine strahlende Gestalt verwandelt und trägt herrliche weiße Kleide. Neben ihm tauchen zwei Männer auf, von denen sie sofort wissen, dass es Mose und Elia sind. Jesus unterhält sich mit ihnen, bis eine Stimmer ertönt: »Das ist mein geliebter Sohn, auf ihn sollt ihr hören!« Plötzlich ist alles vorbei, Mose und Elia sind verschwunden, Jesus steht wieder ganz einfach vor ihnen, auch das herrliche Strahlen ist nicht mehr. Ihre erste Reaktion ist, für immer an dem Ort zu bleiben, das Erlebte festzuhalten und drei Hütten zu bauen, was sie dann natürlich nicht tun, denn sie machen sich wieder an den Abstiegt vom Berg Tabor.
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