Kampf mit Gott

Die Ausgangslage schein klar zu sein: Wer sich anmaßt, mit Gott kämpfen zu wollen, wird verlieren! Es ist die Frage, ob man jetzt den Kampf sucht oder ob man herausgefordert wird. Im Buch Genesis lesen wir von Jakob, wie er diesen Kampf besteht: »23 Mitten in der Nacht stand Jakob auf und nahm seine beiden Frauen und die beiden Nebenfrauen und seine elf Söhne und brachte sie an einer seichten Stelle über den Jabbok; 24 auch alle seine Herden brachte er über den Fluss. 25 Nur er allein blieb zurück. Da trat ihm ein Mann entgegen und rang mit ihm bis zum Morgengrauen. 26 Als der andere sah, dass sich Jakob nicht niederringen ließ, gab er ihm einen Schlag auf das Hüftgelenk, sodass es sich ausrenkte. 27 Dann sagte er zu Jakob: »Lass mich los; es wird schon Tag!« Aber Jakob erwiderte: »Ich lasse dich nicht los, bevor du mich segnest!« 28 »Wie heißt du?«, fragte der andere, und als Jakob seinen Namen nannte, 29 sagte er: »Du sollst von nun an nicht mehr Jakob heißen, du sollst Israel heißen! Denn du hast mit Gott und mit Menschen gekämpft und hast gesiegt.« 30 Jakob bat ihn: »Sag mir doch deinen Namen!« Aber er sagte nur: »Warum fragst du?«, und segnete ihn. 31 »Ich habe Gott von Angesicht gesehen«, rief Jakob, »und ich lebe noch!« Darum nannte er den Ort Penuël. 32 Als Jakob den Schauplatz verließ, ging die Sonne über ihm auf. Er hinkte wegen seiner Hüfte.« (Genesis 32,23-32 Übersetzung Gute Nachricht)
Wie es zu diesem Kampf kam, wird nicht erzählt, aber das Ergebnis: Jakob wird nicht niedergerungen, ja, ihm wird sogar der Sieg zugesprochen. Dass es eine besondere Auseinandersetzung war, das hat Jakob schnell verstanden, deshalb bittet er auch um den Segen. Für ihn hat sich die Mühe gelohnt, er wurde nicht getötet, sondern geht gestärkt daraus hervor. Jetzt trägt er einen neuen Namen und geht mit dem Segen Gottes weiter. Besser kann es für ihn nicht laufen. Aber - und das muss auch gesehen werden, er ist fortan gezeichnet, er trägt die Narbe des Kampfes immer als Erinnerung mit sich, sein Leben ist verändert als Gezeichneter und Gesegneter.
Ansprechpartner

Norbert Kasper

Pastoralreferent

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Der ausgebrannte Prophet

Der Prophet Elia kann nicht mehr, er ist lebensmüde, ausgelaugt. Er ist mit seinem Auftrag an die Grenzen gegangen und ist ausgebrannt. Der Tod ist der einzige Ausweg, den er für sich noch sieht. So provoziert er seine Ermordung, er kann sich nicht selbst töten. Durch seine prophetische Tätigkeit hat er sich unbeliebt gemacht und viel Unmut auf sich gezogen. Aber was ist aus seinem Selbstvertrauen geworden? Elia ist immer sehr selbstbewusst aufgetreten und hat sich gegen König Ahab, Königin Isebel und die Priesterschaft am Tempel gestellt. Er war sich bewusst, dass er den Finger in offene Wunden legen wird und er hat das ja auch getan. Er wurde deshalb verfolgt, erhielt Morddrohungen, wurde gesellschaftlich geächtet. Nach heutigen Maßstäben ein Mobbing-Opfer par excellence. Aber das hatte er sich ja selbst zuzuschreiben. Jetzt wurde es ihm aber zuviel. Er will nur noch sterben. 
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