Das macht mir Angst

Als Jesus mit Petrus, Jakobus und Johannes auf den Berg Tabor hinaufgestiegen waren, geschah etwas für die drei Begleiter Jesu Beängstigendes: »29 Während er betete, veränderte sich sein Gesicht und seine Kleider wurden leuchtend weiß. 30 Und dann standen auf einmal zwei Männer neben ihm und redeten mit ihm. Es waren Mose und Elija. 31 Sie erschienen in himmlischem Glanz und sprachen mit ihm über das Ende, das er nach Gottes Plan in Jerusalem nehmen sollte. 32 Petrus und die zwei anderen Jünger waren in tiefen Schlaf gefallen. Als sie aufwachten, sahen sie Jesus in seinem himmlischen Glanz und die zwei Männer, die bei ihm standen. 33 Als die beiden von Jesus weggehen wollten, sagte Petrus zu Jesus: »Wie gut, dass wir hier sind, Herr! Wir wollen drei Zelte aufschlagen, eins für dich, eins für Mose und eins für Elija.« – Er wusste nicht, was er da redete. 34 Noch während Petrus das sagte, kam eine Wolke und warf ihren Schatten auf Jesus und auf Mose und Elija. Die drei wurden ganz eingehüllt von der Wolke, und die Jünger bekamen Angst. 35 Eine Stimme aus der Wolke sagte: »Dies ist mein Sohn, ihn habe ich erwählt; auf ihn sollt ihr hören!« 36 Nachdem die Stimme das gesagt hatte, war nur noch Jesus allein zu sehen. Die drei Jünger behielten dies alles für sich und erzählten damals niemand, was sie gesehen hatten. (Lukas 9, 29-36, Übersetzung Gute Nachricht, vgl. Markus 9,2–9; Matthäus 17,1–8). 
Petrus hat Angst. Das sieht man auch am Relief von Emil Wachter. Er schafft es gerade noch, schützend seine Hand vor die Augen zu halten, um vom Geschehen nicht verletzt zu werden. In alten Geschichten endeten Gottesbegegnungen - und eine solche findet hier statt - oft tödlich und waren mit den Begleitumständen sehr bedrohlich. Petrus hat Angst und reagiert ganz menschlich: Er fällt in Ohnmacht, weil er das ganze nicht ansehen kann. 
Das ist eine typische Reaktion auf ein traumatisches Erlebnis. Als er wieder zur Besinnung kommt, möchte er zweitens seinen Alltag zurück, indem er vorschlägt drei Hütten zu bauen, dass sie sich hier gemütlich einrichten und der Situation das Beängstigende zu nehmen. Schließlich redet er nicht darüber, um das Erlebte nicht erneut zu erinnern. Das sind normale und verständliche Reaktionen, die selbst bei einem Ereignis greifen, das eine neue wichtige Erfahrung mit sich bringt. Gottesbegegnung kann traumatisch sein!
Ansprechpartner

Norbert Kasper

Pastoralreferent

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Bilderwelt der Autobahnkirche
 
  

Der ausgebrannte Prophet

Der Prophet Elia kann nicht mehr, er ist lebensmüde, ausgelaugt. Er ist mit seinem Auftrag an die Grenzen gegangen und ist ausgebrannt. Der Tod ist der einzige Ausweg, den er für sich noch sieht. So provoziert er seine Ermordung, er kann sich nicht selbst töten. Durch seine prophetische Tätigkeit hat er sich unbeliebt gemacht und viel Unmut auf sich gezogen. Aber was ist aus seinem Selbstvertrauen geworden? Elia ist immer sehr selbstbewusst aufgetreten und hat sich gegen König Ahab, Königin Isebel und die Priesterschaft am Tempel gestellt. Er war sich bewusst, dass er den Finger in offene Wunden legen wird und er hat das ja auch getan. Er wurde deshalb verfolgt, erhielt Morddrohungen, wurde gesellschaftlich geächtet. Nach heutigen Maßstäben ein Mobbing-Opfer par excellence. Aber das hatte er sich ja selbst zuzuschreiben. Jetzt wurde es ihm aber zuviel. Er will nur noch sterben. 
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