Eine auf den ersten Blick unverständliche Darstellung am Mose-Fries an der Autobahnkirche. Zwischen Mose und seiner Schwester Miriam findet sich eine Konstruktionszeichnung, in der auf der Fläche ein tiefer Raum aufgezogen wird. Möglich wird das durch die Konstruktion eines Fluchtpunktes, die die Malerei zur Zeit der Renaissance revolutioniert hat. Mit einem Fluchtpunkt erreicht man eine Perspektive und die Fläche bekommt räumliche Tiefe. Es ist der Versuch in der zweiten Dimension das darzustellen, was wir als dreidimensional wahrnehmen. Genau genommen ist es eine Sinnestäuschung. Mit der angeblichen Tiefe gewinnen wir eine neue Perspektive. Die vier Flächen um das Rechteck in der Mitte haben eine Funktion. Durch die leeren Trapeze, die Längs- und Querschraffur wird der Blick automatisch auf die Mitte gelenkt und zwar hinter die Mitte, die man nicht sieht, auf die Linien aber zulaufen. Der räumliche Eindruck wird verstärkt. Der Fluchtpunkt wird zum Fokus, an dem sich alles ausrichtet.
Mose selbst macht so eine Fokussierung durch. Er weiß zunächst nicht so richtig, ob er Ägypter oder Hebräer ist, ob er zur herrschenden Oberschicht oder zu den Sklaven gehört, ob er Mitläufer oder Anführer sein soll. Es gelingt ihm sich auszurichten. Seine Erlebenisse, er musste zuschauen, wie sein Volk gedemütigt und gequält wurde, er selbst hat einen gewalttätigen Aufseher erschlagen, seine Flucht und die Erfahrung Gottes im brennenden Dornbusch haben seinem Leben den Zielpunkt gezeigt, haben ihn fokussiert, so dass er jetzt ganz gezielt auf sein Ziel zuschreiten konnte. Er hat sich ausgerichtet.
Mose selbst musste einiges dafür tun, dass sich diese Perspektiven für ihn erschlossen haben. Er war gezwungen, aus Ägypten zu fliehen und bei seinem Schwiegervater als Hirte zu arbeiten. Er musste seine Menschenscheu überwinden und vor den Pharao hintreten, er musste eine neue, ganz andere Gotteserfahrung in sein Leben integrieren. So hat er es geschafft, durch die Auszeit als Hirte vom Höfling zum Propheten zu werden. Das alles nur, weil er bereit war, sich auf das Wichtige in seinem Leben und in seiner Zeit zu fokussieren. Er hat erkannt, wo die Linien seines Lebens sich treffen.
Mose selbst macht so eine Fokussierung durch. Er weiß zunächst nicht so richtig, ob er Ägypter oder Hebräer ist, ob er zur herrschenden Oberschicht oder zu den Sklaven gehört, ob er Mitläufer oder Anführer sein soll. Es gelingt ihm sich auszurichten. Seine Erlebenisse, er musste zuschauen, wie sein Volk gedemütigt und gequält wurde, er selbst hat einen gewalttätigen Aufseher erschlagen, seine Flucht und die Erfahrung Gottes im brennenden Dornbusch haben seinem Leben den Zielpunkt gezeigt, haben ihn fokussiert, so dass er jetzt ganz gezielt auf sein Ziel zuschreiten konnte. Er hat sich ausgerichtet.
Mose selbst musste einiges dafür tun, dass sich diese Perspektiven für ihn erschlossen haben. Er war gezwungen, aus Ägypten zu fliehen und bei seinem Schwiegervater als Hirte zu arbeiten. Er musste seine Menschenscheu überwinden und vor den Pharao hintreten, er musste eine neue, ganz andere Gotteserfahrung in sein Leben integrieren. So hat er es geschafft, durch die Auszeit als Hirte vom Höfling zum Propheten zu werden. Das alles nur, weil er bereit war, sich auf das Wichtige in seinem Leben und in seiner Zeit zu fokussieren. Er hat erkannt, wo die Linien seines Lebens sich treffen.













